Trendgesetze

Wellen und Trends

Jeder Kursverlauf ist in der größt möglichen Darstellung eine unregelmäßige Welle, in der ineinander verschachtelt weitere unregelmäßige Wellen verlaufen. Die Schwingungen der ineinander verschachtelt laufenden Wellen bekommen ihren Impuls aus dem Handel. Innerhalb der Wellen werden abschnittsweise ineinander verschachtelte Trends erkennbar. Genannte Trends haben jeweils eine Richtungsinformation und weisen in ihrer Verschachtelung Wirkungsweisen aufeinander und damit Gesetzmäßigkeiten auf.

Die Gesetzmäßigkeiten der Trends konnten wir auf Grundlage diverser Fachliteratur und aus eigener intensiver Untersuchungen der Wellen und der damit in Zusammenhang stehenden Trends erarbeiten sowie schriftlich festhalten. Aus genannter Fachliteratur beziehen wir uns unter anderen auf die Dow-Theorie und das Elliott-Wellen-Prinzip. Wir haben bis jetzt 25 Trendgesetze beschrieben.

Die Gesetzmäßigkeiten der Trends - Trendgesetze

Trendgesetz 1

Trendgesetz 1

Sich abwechselnd höhere Hochs und Tiefs sind ein Aufwärtstrend.

Hierbei sind die jeweiligen Hochs Bewegungspunkte und die jeweiligen Tiefs Korrekturpunkte.

Trendgesetz 2

Trendgesetz 2

Sich abwechselnd tiefere Hochs und Tiefs sind ein Abwärtstrend.

Hierbei sind die jeweiligen Tiefs Bewegungspunkte und die jeweiligen Hochs Korrekturpunkte.

Trendgesetz 3

Trendgesetz 3

Jeder Trend hat einen Anfang und ein Ende.

Hier ist der Anfang und das Ende der jeweiligen Trendgröße gemeint!
Es ist dringend darauf zu achten, keine Trendgrößen zu mischen!

Trendgesetz 4

Trendgesetz 4

Ein Trend besteht aus Bewegungen und Korrekturen in wechselseitiger Folge, wobei die Bewegung in ihrer Preisspanne immer mehr als ihre dazugehörige Korrektur ist.

Die Bewegung ist immer in Verlaufsrichtung des Trends gerichtet und die dazugehörige Korrektur verläuft entgegen der Trendrichtung.
Hierbei gilt es die jeweilige Trendgröße zu beachten. Es dürfen keine Trendgrößen gemischt werden.

Trendgesetz 5

Trendgesetz 5

Es gibt unterschiedlich große Trends.

Innerhalb einer jeden Bewegung und einer jeden Korrektur einer bestimmten Trendgröße verläuft der Kurs nicht geradlinig, sondern ebenfalls trendig.
Dieser trendige Verlauf setzt sich wiederum aus der Abfolge von Bewegung und Korrektur zusammen. Und auch hier ist der Kursverlauf innerhalb wiederum trendig, wie eben beschrieben.
Diese Systematik könnte auch "Matroschka-Systematik" genannt werden. Jeder Trend einer bestimmten Größe beherbergt einen inne liegenden nächst kleineren Trend.

Trendgesetz 6

Trendgesetz 6

Korrekturen, besser ausgedrückt Korrekturwellen, verlaufen nicht zwangsläufig trendig.

Korrekturen haben für den trendfolgenden Handel eine große Bedeutung.
So groß eben genannte Bedeutung ist, ist auch nicht selten die Unkenntlichkeit eines Korrekturverlaufes.
Es ergibt sich die Notwendigkeit für jeden Händler, der trendbeachtend handelt, Korrekturen sehr aufmerksam zu lernen. Dieser Lernprozess hört nie auf!

Trendgesetz 7

Trendgesetz 7

Ein Trend beginnt und endet mit einer Bewegung.

Trendgesetz 8

Trendgesetz 8

Eine trendige Korrektur beginnt und endet mit einer Bewegung.

Trendgestetz 9

Trendgesetz 9

Eine nicht-trendige Korrektur endet immer mit der Verlaufsrichtung, mit der sie begonnen hat.

Trendgesetz 10

Trendgesetz 10

Nach einer Korrektur folgt immer eine Bewegung.

Nach einer Bewegung folgt NICHT immer eine Korrektur.

Trendgesetz 11

Trendgesetz 11

Die Korrekturrichtung ist immer entgegengesetzt ihrer vorangegangenen Bewegungsrichtung.

Das heißt: ein optisch wahrgenommener "Seitwärtsverlauf" ist, je nach vorangegangener Bewegung, aufwärts oder abwärts gerichtet.

Trendgesetz 12

Trendgesetz 12

Ein Trend ist solange intakt bzw. gültig, bis er beendet oder gebrochen ist.

Wir unterscheiden:

  1. Trendende durch Gegentrend (nach Dow: "Failure Swing" schwaches Umkehrsignal)
  2. Trendende durch Trendbruch (nach Dow: "Nonfailure Swing" starkes Umkehrsignal)
Trendgesetz 13

Trendgesetz 13

Ein Trend wird durch einen Gegentrend in gleicher Größe beendet.

Trendgesetz 14

Trendgesetz 14

Ein Trend wird durch kreuzen des Kursverlaufes mit dem letzten Kurrekturpunkt in gleicher Größe (Trendgrößen bezogen) gebrochen.

Trendgesetz 15

Trendgesetz 15

Es existieren verschieden große Trends, wobei die jeweilige Trendgröße durch seinen Zyklusgröße bestimmt wird.

Ein Zyklus wird auf der Zeitachse immer von Tief zu Tief gemessen.

  • Zyklus des Trend A (Informationstrend A)
  • Zyklus des Trend B (Basistrend B)
  • Zyklus des Trend C (Signaltrend C)
Trendgesetz 16

Trendgesetz 16

Die in einem Trend zueinander stehenden Bewegungspunkte sowie Korrekturpunkte sind in ihren Abständen auf der Preisachse nicht gleich.

Das heißt die Abstände sind im Vergleich zueinander ungleich und weisen keine nachweislichen und wiederholbaren Muster auf. Lediglich unter Umständen Ähnlichkeiten. Es sind auch keine dauerhaft anwendbaren Verhältnismäßigkeiten zueinander ableitbar.

Trendgesetz 17

Trendgesetz 17

Die in einem Trend zueinander stehenden Tiefpunkte (Hochpunkte gleichfalls) sind in ihren Abständen auf der Zeitachse (Zyklus = Tief zu Tief auf der Zeitachse) nicht gleich.

Das heißt die Abstände sind im Vergleich zueinander ungleich und weisen keine nachweislichen und wiederholbaren Muster auf. Lediglich unter Umständen Ähnlichkeiten. Es sind auch keine dauerhaft anwendbaren Verhältnismäßigkeiten zueinander ableitbar.

Trendgesetz 18

Trendgesetz 18

Ein Trendverlauf setzt sich aus der Aneinanderreihung von Zyklen (1 Zyklus wird gemessen von Tief zu Tief auf der Zeitachse) zusammen. Die sich daraus bildenden Wellen sind unregelmäßig. Diese Gesetzmäßigkeit ist unter anderen begründet durch die beiden vorangegangenen Trendgesetze 16 und 17.

Daraus folgt: es gibt im gesamten Trendaufbau bzw. Kursverlauf keine regelmäßigen Wellen.

Trendgesetz 19

Trendgesetz 19

Die unterschiedlich großen Trends sind ineinander verschachtelt und haben im Aufbau immer die gleichen Gesetzmaessigkeiten.

Trendgesetz 20

Trendgesetz 20

Was im Trend einer bestimmten Größe eine Bewegung ist, ist im darin liegenden nächst kleineren Trend eine Bewegungswelle.

Trendgesetz 21

Trendgesetz 21

Was im Trend einer bestimmten Größe eine Korrektur ist, ist im darin liegenden nächst kleineren Trend eine Korrekturwelle.

Trendgesetz 22

Trendgesetz 22

Ein Trend für sich allein betrachtet kann weder einer Korrektur noch einer Bewegung zugeordnet werden und ist in dem Fall eine Verlaufswelle mit einer Richtungsinformation.

Trendgesetz 23

Trendgesetz 23

Der trendfolgende Handel einer festgelegten Trendgröße hat (gemäß Trendaufbau) in seinem Verlauf handelbare Bereiche, die nicht zwingend profitabel sind.

Das gilt für jede Trendgröße.

Trendgesetz 24

Trendgesetz 24

Beim trendfolgenden Handel hat jeder Trend, mehrerer in sich verschachtelter Trends, seine eigene Funktion.

Trendgesetz 25

Trendgesetz 25

Aus den genannten Gesetzmäßigkeiten können profitable Handelstaktiken abgeleitet werden.

Je besser die Wirkungsweise in sich verschachtelter Trends auf Grundlage der Trendgesetze verstanden bzw. verinnerlicht werden kann, desto mehr gewinnbringende Handelstaktiken kan ein Händler ableiten.

Hinweis:

Wie die Gesetzmäßigkeiten der Trends gesamtheitlich und profitabel im praktischen Handel angewandt werden, behandeln und üben wir ausführlich und praxisbezogen im Trader-Intensiv-Training.

 

Mit dem Wissen der Trendgesetze und deren Wirkungsweisen untereinander ist der trendtechnisch orientierte Trader in der Lage, handelsattraktive Marktphasen profitabel nutzen zu können.

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